Wir, Kinder der Sonne

nach Maxim Gorki

Fotos: Birgit Hupfeld - © Rottstrasse 5 Theater

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"Weil ihr satt und gut gekleidet seid! Hass ist blind, aber ihr glänzt, und euch sieht er!"

Ein Sommerabend auf einem Landgut. Vor dem Hintergrund einer sich ausbreitenden Epidemie verhandeln die drei Frauen Lisa, Jelena und Olga unsere Gesellschaft und den Umgang mit der Masse von Menschen, die sich weder gehört noch gesehen fühlen.

"Nur Millionen nimmt man auf der Erde wahr, nicht Hunderte... und unter den Millionen wächst der Hass. Ihr berauscht euch an schönen Worten und Gedanken und seht das nicht, aber ich, ich habe gesehen, wie der Hass auf der Strasse ausbricht, und die Menschen, wild und böse geworden, einander mit Genuss vernichten... Eines Tages werden sie voller Hass und Wut über euch herfallen..."

Frei nach Maxim Gorkis Drama "Kinder der Sonne" und mit Fremdtexten u.a. von Carolin Emke und Kae Tempest, entstand ein Abend der sich mit Demokratiefeinden, dem Hass und dem Riss in unserer Gesellschaft auseinandersetzt und die Frage stellt, wie wir diesem Hass begegnen können.

Eine Produktion des Rottstr 5 Theaters

Mit
Monika Bujinski, Hella Birgit Mascus, Yvonne Forster

Regie Alexander Ritter

Regieassistenz Jasmina Dittrich, Franka Siegmund
Ausstattung Alexander Ritter
Licht Simon Krämer
Choreographie Antoinette Laurent
Fotos Birgit Hupfeld
Produktion Alexander Ritter, Oliver Paolo Thomas
Trailer Siegersbusch Film, Wuppertal

Dauer: ca. 65 Minuten

Pressestimmen


"Was freies Theater in diesen denkwürdigen Pandemie-Wochen zu leisten vermag, das zeigt gerade eine bemerkenswerte Aufführung im Theater Rottstraße 5 in Bochum. Auf der kleinen Bühne zu sehen: ein passgenauer, vorzüglich gespielter Kommentar auf die Corona-Lage, dargeboten anhand eines Stücks, das weit über 100 Jahre alt ist." (WAZ)


"Die drei Protagonistinnen - wunderbar gespielt von Monika Bujinski, Hella Birgit Mascus und Yvonne Forster - verhandeln vor dem Hintergrund einer sich ausbreitenden Cholera-Epidemie die Frage, wie der Mensch sein sollte und nach welchen Maßstäben das Zusammenleben zu ordnen sei." (Stadtspiegel)

"Im Theater Rottstraße bricht Regisseur Alexander Ritter das Drama auf drei Kernfiguren herunter. (...) und taucht das Spiel in eine traumschöne Szenerie: Auf einer hellen Bühne, die an die größten Tschechow-Erfolge von Altmeister Peter Stein erinnert, kreisen die drei Figuren in nur rund 70 Minuten umeinander. (...) In betriebsam geschwätziger Untätigkeit verharren auch diese drei Figuren zwischen Selbstmitleid und mittleren Beziehungsproblemen, ganz so wie es der Autor beschrieben hat. (...) Alle drei spielen das rasend gut." (WAZ)


"Der Jubel im gut besuchten Saal ist riesig. Über welch wichtige Stimme freies Theater verfügt, das war schon lang nicht mehr so deutlich wie an diesem Abend. Auch nach der langen, kräftezehrenden Lockdown-Pause ist auf die Theatermacher an der Rottstraße Verlass." (WAZ)