MACBETH

Nach William Shakespeare

Macbeth im Rottstr5 Theater Bochum

Premiere am 8. Februar 2014

Macbeth Bernhard Glose
Lady Macbeth Karin Moog
Bote, Hexe, Macduff Jörg Schulze-Neuhoff

Regie, Textfassung Nina de la Parra

Technik Simon Krämer
Assistenz Nadia Ihjeij, Ronja Sczepanski

 

Macbeth

Eine Hexe prophezeit dem jungen Macbeth, dass er König wird. Angezündet von seinem brennenden Ehrgeiz und seiner leidenschaftlichen Frau, Lady Macbeth, ermordet Macbeth den König Duncan - woraufhin er und seine Frau zu König und Königin gekrönt werden. Aber schmutzig bleiben die Hände vom Blut des guten Duncans, und ein feiger Mord führt zum nächsten. Gequält von Schreckensbildern stürzt Macbeth sich und seine Lady mit rasendem Wahn in einen Abgrund von Gewalt, Paranoia und Selbstüberschätzung. Macbeths Welt ist ein Todesland, wo die natürlichen Gesetze aufgelöst worden sind, wo Bäume laufen, Dolche schweben, und eine Hexe lachend um ihren Kessel tanzt.

Im Rahmen von Blutige Anfänger

Ein Projekt des Rottstr 5 Theaters mit Studierenden des Fachs Schauspielregie der Folkwang Universität der Künste.
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Bochum und der Stadtwerke Bochum.
Ziel des Projekts: Regiestudenten der Folkwang-Universität sollen eine Möglichkeit erhalten, unter Originalbedingungen an einem (freien) Theater zu inszenieren.

 

Pressezitate

Von Minute zu Minute bewegen sich die Figuren weiter in einen immer tiefer werdenden und rasenden Wahn aus Paranoia, Gewalt und Selbstüberschätzung.
RN

Psychologisch tiefgründig, subtil und beklemmend erlebt man Nina de la Parras Macbeth bis zum Schluss.
RN

Dieses Macbeth ist zweifelsohne eine mutige, aber kunstvolle Inszenierung der Regie-Studentin. Und der vielversprechende Start einer neuen Kooperation, die sicherlich auch viel frischen Wind in manch angestaubten Klassiker bringen wird.
RN

Jörg Schulze-Neuhoff als Hexe, Bote, Banquos Geist und Macduff, Karin Moog als Lady und Bernhard Glose als Macbeth spielten schlichtweg toll und bildeten drei fast gleich starke Säulen, mit denen der Abend von Anfang an auf ein festes Fundament gestellt war. Während Schulze-Neuhoffs Mimik in der hinteren Ecke saß, und eine zweite Bebobachtungsebene aufrechterhielt, lieferten sich die Macbeths vorne ein heikles und sehr körperliches Kammerspiel. Die beiden hangelten sich dabei entlang an Wort und Tat, Wunsch und Wirklichkeit, Mut und Macht, Scheu und Scham. So rangen die Macbeths am Ende mit inneren wie mit äußeren Dämonen.
WAZ

Regisseurin Nina de la Parra gelangen eine ganze Reihe vielversprechender Gänsehautmomente. Auch wenn sie mit ihrem Ansatz nicht ganz bis in die emotionalen Tiefe des Stoffes durchdrang, hat sie dennoch einen empfehlenswerten und unterhaltsamen Abend mit den Macbeths geschaffen, der klug genug komponiert ist, um das Eine oder Andere verstaubte Shakespeare`sche Schultrauma aufzubrechen. Bravo!
WAZ

Karin Moog und Bernhard Glose spielen das überzeugend: Das Böse setzt sich durch, weil hinter ihm der stärkere Wille und der größere Antrieb steckt. Es steht zu befürchten, dass diese Erkenntnis auch für das 21. Jahrhundert gilt.
Theaterpur