JUNGFRAU OHNE PARADIES

Rottstr 5 Theater in Bochum | JUNGFRAU OHNE PARADIES  

 

von Gerburg Maria Müller und Alessandra Ehrlich


Ein mobiles Theaterstück zur Extremismusprävention für Jugendliche ab 14 Jahren vom Künstlernetzwerk New Limes und WIR! e.V.

Mit einer Nachbereitung für Schulklassen durch das Demokratiezentrum Baden-Württemberg

 

Unterstützt von dem Referat Prävention des Polizeipräsidiums Aalen, dem Bildungs- und Dialogbeauftragten der Aalener Ditib Moschee, der Dualen Hochschule Heidenheim, dem Theater der Stadt Aalen und dem akademietheater Ulm. Ausgezeichnet vom Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt als „vorbildliches“ Projekt

http://www.buendnis-toleranz.de/themen/extremismus/171037/jungfrau-ohne-paradies

 

Das Stück

Paul träumt davon, ein berühmter Rapper zu werden. Der Erfolg will sich allerdings nicht einstellen. Er fühlt sich benachteiligt und ausgegrenzt. Bei einem religiösen Fanatiker findet er ein offenes Ohr und radikalisiert sich schnell. Cem, sein bester Freund, hält von dieser extremen überhaupt nichts. Beide kommen aus einem Stadtteil, der kaum Perspektiven gibt. Aber anders als Paul Johanna, aus bürgerlichem Elternhaus, ist total verliebt in Paul. Aus Rebellion gegen ihre Eltern, deren Fremdenfeindlichkeit sie fassungslos macht, steigert sie sich zunächst in den religiösen Fanatismus hinein, sieht eine Verbindung zur „Jungfrau von Orleans“ von Friedrich Schiller, die sie in der Theater- AG probt. Bei einem missglückten Rap-Auftritt von Paul eskaliert die Situation. Schwarz- Weiß- Weltsicht setzt Cem alles daran, trotzdem und erst recht erfolgreich zu sein. Die konträren individuellen Pläne werden offensichtlich.


Woran erkennt man frühzeitig eine Einbahnstraße und wie findet man zurück? Über diese Fragen und mehr streiten Cem, Paul und Johanna. Auch von den Zuschauern wird eine Stellungnahme gefordert.