WERTHER

Rottstr 5 Theater in Bochum | WERTHER [Fotos © Oliver Thomas]

nach JOHANN WOLFGANG GOETHE
IN EINER FASSUNG VON HANS DREHER & MARTIN BRETSCHNEIDER

 

PREMIERE: 17. MAI 2012

mit martin bretschneider

und nicolas wartmann / joshua spohr

regie: hans dreher

assistenz: ariane kareev, simon marius krämer, ronja sczepanski

 

Ungeheure Berge umgaben mich, Abgründe lagen vor mir, und Wetterbäche stürzten herunter, die Flüsse strömten unter mir, und Wald und Gebirg erklang. Wie oft habe ich mich mit Fittichen eines Kranichs, der über mich hin flog, zu dem Ufer des ungemessenen Meeres gesehnt.

Doch jetzt: Es hat sich vor meiner Seele wie ein Vorhang weggezogen, und der Schauplatz des unendlichen Lebens verwandelt sich vor mir in den Abgrund des ewig offenen Grabes. Kannst du sagen: Das ist! Da alles vorübergeht? Da alles in den Strom fortgerissen, untergetaucht und an Felsen zerschmettert wird? Da ist kein Augenblick, da du nicht ein Zerstörer bist: Der harmloseste Spaziergang kostet tausend armen Würmchen das Leben, es zerrüttet ein Fußtritt die mühseligen Gebäude der Ameisen und stampft eine kleine Welt in ein schmähliches Grab.

Nicht die Fluten, die eure Dörfer wegspülen, diese Erdbeben, die eure Städte verschlingen, rühren mich; mir untergräbt das Herz die verzehrende Kraft, die in dem All der Natur verborgen liegt. Ich sehe nichts als ein ewig verschlingendes, ewig wiederkäuendes Ungeheuer.

Eine Zusammenarbeit des Rottstr 5 Theater und n.a.t.u.r. 2012

pressestimmen

Bretschneiders 70-minütiges Wechselbad der Gefühle ist eine schauspielerische Tour de Force. Zwischen „Himmelhoch jauchzend“ und „Zu Tode betrübt“ spielte er das Publikum schwindelig.  
(WAZ)

Komik und Tragik liegen hier - wie in der ganzen wunderbaren Inszenierung - nah beieinander. (Ruhr Nachrichten)

Dieser Werther ist ganz Stürmer und Dränger. Voll und ganz wirft er sich in sein neues Leben auf dem Land, gibt sich den betörenden Eindrücken hin. (Ruhr Nachrichten)

Zum Schluss ein überraschendes Finale und nicht enden wollender Applaus. (WAZ)

Und spendet am Ende exlposionsartigen Applaus für eine grandiose Schauspieler-Leistung in einer großartigen Inszenierung. (Ruhr Nachrichten)