Fotos © Isabel Röttger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PREMIERE: 18. DEZEMBER 2009

 

 

 

 

 

mit 

arne nobel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

regie: 

hans dreher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bearbeitung von Hans Dreher und Arne Nobel von Goethes berühmtem Briefroman verschiebt den Fokus vom Jahrhunderte alten Abgesang einer traurigen Jugendgeneration: Der Text wird vor allem zu einem – einem großen Liebeslied. Das Liebeslied entspringt dem Reich des Irrationalen, des Absurden, des Obsessiven, des Wahnsinns. Ob es die Liebe zu Gott oder zur Kunst ist, die romantische oder die erotische – sie ist immer Ausdruck der Sehnsucht, die pure Vernunft aufzugeben. Liebeslieder kennen wir in so vielen Formen, und sie werden aus unendlich vielen Gründen geschrieben. Das muss nicht immer nur die Liebe sein, sondern kann auch Rache, um zu loben, zu verletzen oder zu schmeicheln sein. Der Urgrund des Liebesliedes ist aber immer der Wunsch, die Stille im Selbst zu füllen und die Entfernung zwischen dem Sterblichen und dem Unsterblichen zu verringern. Vielleicht ist das der Grund, warum Goethes Text uns immer noch so nahe kommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werther heißt Wahnsinn - das wird in Hans Drehers und Arne Nobels Bearbeitung von Goethes Briefroman mehr als deutlich. (Ruhr Nachrichten)

 

 

 

 

 

Als äußerst beeindruckender Kunstgriff erweist sich die rückwärtige Chronologie, in der Dreher und Nobel ihren WERTHER auf die Bühne bringen: Das Stück beginnt mit Werthers Selbstmord und endet bei der ersten Begegnung mit der angebeteten Lotte.  So wird Nobels Spiel im Laufe des Abends immer gelassener, ruhiger und gewinnt an Tiefe. Anders als in der Romanvorlage wird in der Bühnenfassung nicht Liebe zu Wahn, sondern Wahn zu Liebe. (Ruhr Nachrichten)

 

 

 

 

 

Das ROTTSTR5 Theater inszeniert Goethes Bestseller als radikale Ein-Mann-Show mit einem entfesselten Arne Nobel als Werther. (WAZ)

 

 

 

 

 

Arne Nobel, am Anfang nackt aus seiner Pritsche fallend, gibt den Werther als Heiland, der das Liebesleid der Welt auf seine Schultern lädt. Prima, könnte man sagen, dann müssen wir das nicht mehr tun. Doch es rührt schon sehr, ihm beim Selbstmitleid zuzuschauen. Nobel, der zusammen mit Hans Dreher den klugen, zeitgemäßen Text verfasst hat, agiert impulsiv, radikal, extrem, ganz schön method-acting-mäßig. (...) Eine Mischung aus Ray Liotta und Uwe Dag Berlin - unvermittelt, jähzornig, unberechenbar. Starkes Spiel! (WAZ)

 

 

 

 

 

Dieser WERTHER ist durchgedreht von zu viel Wodka-Kirsch, Speed - Liebe. Von Liebe und Sachverstand gezeichnet sind auch die verrumpelte Jürgen-Kruse-Bühne sowie die ausgezeichnet ausgewählte Musik. (WAZ)