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Zu einer Zeit, in der all die Völker der Erde in Bewegung waren, sie hungernd nach Öl und Uran durch die Steppen und abgeholzten Urwälder zogen; als sie Gebirge erklommen und Ozeane durchschnitten; Mond, Mars und Alpha Centauri beharkten – zu jener Zeit also sandte ein lediger König aus Burgund seinen treuesten Krieger ins Isenland; denn dort, so hieß es, lebte die stolz-schöne Königin Brunhild, Tochter des Odin, vergleichbar nur mit Helena, stark und fruchtbar... Der Krieger Hagen sollte für seinen König um sie werben. Begleitet von den Kamerahubschraubern der Yellow-Press neigte der Krieger sein Haupt vor der Königin Brunhild und bat in des Königs Namen um ihre Hand. Alles hätte gut gehen können, wenn nicht in jenem Moment Sonne und Mond einander am Himmel begegneten und vor Schreck für einen kurzen Augenblick vergaßen, ihre Arbeit zu tun! In dieser höllischen Mikrosekunde konnte die ganze Welt zusehen, wie das unaufhaltsame Unglück begann.
Weit entfernt hieb Odin, der Vater der vermeintlichen Braut, seine Faust ins Meer und dort, wo eben noch der Mittagsverkehr durch propere Küstenstädte, verstreut über den ganzen Globus, pulsiert hatte, wo sich sauber gepflügte Äcker ausgebreitet hatten, Gewächshäuser penibel aneinander gereiht waren, verschlang nun eine dicke schwarze Brühe, aufgetürmt bis zu einer Höhe von 80 Metern, zuerst die Deiche, brach sie, als wären sie aus Styropor geformt, setzte über berstende Fernstraßen hinweg und drang meilenweit ins Binnenland. Mit gnadenloser Wucht riss der Tsunami alles mit – Dächer, Etagen, ganze Häuser; Schiffe, Busse, Panzer; sie rutschten tiefer und tiefer ins Land hinein. Und immer vorweg diese riesige Schmutz-, Müll- und Schrottlawine, in der ganze Städte zu Schutt zermahlen wurden. Es war, als versinke die Welt im Meer oder Erdspalten, die sich überall auftaten und selbst modernste Autobahnen und Flugplätze zerrissen.
So etwa ging die Welt unter, dort lichterloh brennende Ölraffinerien von Chiba bis Texas, hier eine veritable Feuerkaskade, die sich von Xanten aus über den ganzen Kontinent wälzte, obwohl er vom öligen Wasser durchnässt war. Piraten und Kriegsflotten wurden von Wellen hochgehoben und auf die Hafenmolen niedergeschmettert. Ganze Herden von Kriegsrössern wurden mit einer hässlichen Handbewegung von der Flut zur Seite gewischt. Und dann explodierten die Atom-Vulkane, und es kam der Blitzschlag und der Ascheregen.
Zurück blieben Wüsteneien und wenige sichere Burgen, die bald, allzu bald von Armeen berannt wurden, weil die letzten Überlebenden in Ihnen Vorräte suchten. Isenstein war von Wasser und Feuer und Gift verschont geblieben, doch der Unterhändler Hagen und die schöne Brunhild hatten niemanden hereingelassen. Isenstein war belagert...
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