mit 

maksim braun, dagny dewath, jannis droste, jan hachenberger, laura c. hoenig, alexander polenske, jonas wolf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

regie: 

ariane kareev

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zukunftsängste, Selbstfindung, Machtspielchen, Geheimnisse, Abgrenzung, der Wunsch nach ein bisschen Liebe und das Überschreiten von gesellschaftlichen Grenzen: Auf einer Kursfahrt mit ihrem Lehrer in eine abgeschottete Gegend verlieren fünf Jugendliche fern von Eltern und Institutionen das Bewusstsein für alle moralischen Werte und zerstören in blinder Flucht nach vorn ihre Zukunft.  Es ist, als krallten sie sich an allem fest, was ihnen begehrenswert erscheint - verteidigen es mit dem, was sie haben: sich selbst, ihren Worten, ihren Fäusten. So scheitert auch der Lehrer als erziehendes Vorbild und verliert schließlich jeglichen Einfluss auf seine Schüler: Unkontrolliert entwickeln diese Jugendlichen eine Ich-Bezogenheit, die ihren Blick auf alles Äußere verformt, und eine ungezähmte Lieblosigkeit, Kaltherzigkeit und Aggression, in der sie das Gefühl bekommen, ihre Phantasien vollkommen ausleben zu können. Bei Horváth geht es um die Voraussetzungen für die Gewalt des dritten Reiches. Kareevs Version verlagert das Geschehen konsequent ins Heute und zeigt, dass der Verlust von Moral und Menschlichkeit keine Frage von politischen Systemen ist, sondern jederzeit droht. Ihre rasante Inszenierung wird getragen von live gespielten Songs, die teilweise eigens für den Abend komponiert wurden.