mit 

golo euler

 

 

 

 

 

andreas hilscher

 

 

 

 

 

thomas witte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

regie: 

ulf goerke

 

 

 

 

textfassung: 

joerg bitterich

 

 

 

 

ausstattung: 

matthias wulst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GASTSPIEL GOSTNER HOFTHEATER, NÜRNBERG

 

 

 

 

 

COSMIC BASEBALL taucht ein in den Mythos des Angry Young Man, der sich gegen Autoritäten auflehnt und Freiheit am Steuer eines Wagens in der Unendlichkeit der Landstraße sucht. Mit seinem Roman ON THE ROAD, zu dem ihn seine Erlebnisse unterwegs inspiriert hatten, gelingt Jack Kerouac der Durchbruch. Geprägt durch die Improvisation des Bebop entwickelt er einen atemlosen, bildhaften, dem Rhythmus des Highway entsprechenden Stil, der ihn zu einem der einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhundert macht. Als sich der jahrelang herbeigesehnte Erfolg endlich einstellt, gibt es für Jack jedoch ein böses Erwachen. Gehetzt von einer Meute Fans, Stalkern, Nachahmern, geldgierigen Angehörigen und sensationslüsternen Reportern, überfordert von den Erwartungen der Öffentlichkeit, stürzt er von einer Krise in die nächste. Er verweigert sich der Rolle des King of the Beats, doch dem sensibel beobachtenden Dichter, zu dem er sich in der Folge stilisiert, vermögen nur noch wenige Leser zu folgen. Um sich aus seiner Verstrickung aus Lebenslügen, Abhängigkeiten und Süchten zu befreien, plant er seine private soziale Konterrevolution: ein beschauliches Leben mit Frau und Kind in einer Hütte im Wald. - COSMIC BASEBALL widmet sich dem Aufstieg und Fall eines Künstlers der Beat Generation, deren unbändiger Lebenshunger, deren unerschrockene Kompromisslosigkeit uns bis heute fasziniert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit COSMIC BASEBALL, einem Beat-Generation-Projekt, kitzeln Ulf Goerke und Jörg Bitterich am Seelenzustand einer emeritierten Zeitgeist-Variante, die sich prompt aus dem Staub der Nostalgie erhebt. (Die Deutsche Bühne)

 

 

 

 

 

Das  Stück tändelt gekonnt mit Fakten und Fantasien, assoziiert die  Boheme-Banalität der Gegenwart (wenn im Film die Darsteller beim Gostenhofer Shopping von Tiefkühl-Pizza gezeigt werden) und bekommt einen unerwarteten Schub Aktualität. Weil am Premierentag grade die Zeitungen voll waren mit Mutmaßungen über geklaute Literatur der 17-jährigen Helene Hegemann, bekam die Klage über gestohlenes Leben aus dem Mund des dichterisch ausgebeuteten Highway-Kumpels plötzlich Schärfe. (Die Deutsche Bühne)