Fotos © Birgit Hupfeld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PREMIERE: 11. SEPTEMBER 2009

 

 

 

 

 

die frau/johanna 

dagny dewath

 

 

 

 

die apokalypse 

juliane reincke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

kostüm: 

ute lindenberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland, heute. Eine junge Frau. Sie hat schon als Kind sein wollen wie die Jungfrau von Orleans. Sie wollte ihr Land befreien. „Unsinn“, sagte der Vater, „unser Land ist doch schon lange befreit.“ Jetzt ist die Zeit reif. Das Leben im globalisierten Kapitalismus ist keins. Alles wie in Watte. Uns sind die Feinde abhanden gekommen, und was sind heute Gott, Ehre und Taten? Sie begnügt sich nicht mit Fragen. Morgen wird sie ein Selbstmordattentat verüben. In einem Regionalexpress wird in ihrem Kinderkoffer eine Bombe explodieren.

 

 

 

 

 

Direkt nach den Anschlägen des 11. September hat Deutschlands bekannteste Krimiautorin Thea Dorn in New York (!) ein atemberaubendes Stück über eine junge Selbstmordattentäterin geschrieben. Eine moderne „Jungfrau von Orleans“, ein Stück über eine Generation, die alles hat – außer Feindbildern und Werten, für oder gegen die es sich zu kämpfen lohnt. Das Provokante in Thea Dorns Stück: Ihre junge Frau ist keine radikale Islamistin, kein verbohrter Neonazi, keine Anhängerin einer Weltuntergangssekte. Sie verdient gut, ist jung und schön. Sie kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Sie ist wir.